Jahreswechsel

Der Jahreswechsel steht mal wieder vor der Tür und da schaut man üblicherweise zurück auf das vergangene Jahr und nach vorne, was denn da so auf einen zukommt.

Das vergangene Jahr war für mich im Großen und Ganzen ein gutes Jahr.

Beruflich kann ich mich nur wenig beklagen: Die Praxis läuft gut und trotz einiger Problemchen muss ich sagen, dass ich tolle Angestellte habe. Auch die meisten meiner Patienten sind nett und von dem einen oder anderen, der meinte, mich ärgern zu müssen, habe ich mich getrennt.
Natürlich: Wenn man in die Berufspolitik und auf die Rahmenbedingungen schaut, unter denen wir Kassenärscheärzte arbeiten, kann man schon die Wut kriegen. Andererseits lebe ich verhältnismäßig gut von meiner Praxis und überarbeiten tu ich mich derzeit auch nicht die Work-Life-Balance stimmt.

Privat gab es schon einen Einschnitt: Mein letztes Kind hat Apretur gemacht und stukadiert jetzt anne Unität. Also sind die beste Ehefrau von allen und ich jetzt oft alleine in unserem Haus. Die „Kinder“ sehen wir allenfalls am Wochenende oder in den Semesterferien – aber so ist das als Eltern: Irgendwann wird das Nest leer.
Der Vorteil mit großen Kindern ist, dass man für den Urlaub nicht auf die Ferien angewiesen ist und dann reisen kann, wenn es nicht gerade ganz so teuer ist, denn studierende Blagen kosten eine Menge Geld. Außerdem kann man mit zwei Personen viel spontaner reisen, als mit einer ganzen Familie.

So zwischen beruflich und privat gabs natürlich auch was Neues:
Ich habe angefangen Blogs zu lesen und fand das sehr spannend, oft lustig und auch nachdenkenswert. Deshalb habe ich mich dann entschlossen, selber zu schreiben. Das Ergebnis lest Ihr hier. Mal sehen, wie es weiter geht…

Was wird das neue Jahr bringen?

Ich hoffe viel Gutes. Ich habe vor, in der Praxis mehr von dem zu machen, was mir Spaß macht, auch wenn das wieder Unruhe unter den Patienten bedeutet. Ich werde versuchen, die manuelle Medizin / Osteopathie weiter auszubauen, denn es ist unglaublich befriedigend, wirklich und erfolgreich zu beHANDeln.

Privat freue ich mich auf ein Jubiläum, das meine Frau und ich im nächsten Jahr haben, und auf eine Reise in die USA, von der ich schon lange träume. Ich hoffe und bete, dass unsere Eltern weiterhin halbwegs gesund unter uns bleiben.
Aber letztlich gilt auch hier das rheinische Grundgesetz:
Et es, wie et es!
Et kütt, wie et kütt!
Et hätt noch emmer joot jejange!
Et bliev nix, wie et wor!
Wat willste maache?

Insgesamt, wenn ich so in die Weltgeschichte schaue, kann ich nur demütig werden und dem lieben Gott dafür danken, dass es uns so gut geht, und ihn bitten, dass es so bleiben möge.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute und Gottes Segen für das Jahr 2015.

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Über Old_Surehand

Hausarzt und Karl-May-Fan
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14 Antworten zu Jahreswechsel

  1. franhunne4u schreibt:

    Die letzten beiden Sätze des rheinischen Grundgesetzes kannte ich noch nicht – wieder was gelernt.

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  2. sweetkoffie schreibt:

    Lieber Doc mit ohne, ich lese ja noch nicht so lange bei dir, aber ich lese deine Gedanken sehr gerne.
    Freue mich auf deine Beiträge in Zwanzichfuffzehn und wünsche dir und deiner Frau einen guten Rutsch!
    LG sk

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  3. anneinsideoffice schreibt:

    Ja, das sich leerende Nest ist nicht nur traurig und jaaaaa die Studenten kosten….Wir haben 3 von der Sorte, wobei Nummer zwei nach Bachelor mal arbeitet, aber Master kommt noch, Nummer drei erst am Anfang steht und Nummer 1, der im nächsten Sommer den Master hat, jetzt den Doktor machen will..Also, Mama und Papa brav Geld verdienen und in der billigen Zeit dafür allein zum Tauchen fliegen 😉

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  4. Molly L. schreibt:

    Dir und Deinen Lieben auch einen guten Rutsch ins neue Jahr, lieber Old Surehand!

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  5. Der Narkosearzt schreibt:

    Alles Gute und Gottes Segen. WIr haben doch mehr gemeinsam als nur den fehlenden Doktortitel 🙂
    Mädetjooot!

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  6. Supra schreibt:

    Ja, das stimmt leider.
    Deswegen wünsche ich dir umso mehr Gottes Segen!

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  7. gedankenpotpourri schreibt:

    Oh ja. Die BeHANDlung ist sowohl für den Behandelnden als auch für den Patienten von großem Wert.
    Ein schönes Resümee von dir!
    Für 2015 die besten Wünsche!

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  8. nandalya schreibt:

    Diese Rheinländer-Sprüche haben mich als in Düsseldof Aufgewachsene immer an das japanische „Shoganai“ erinnert. Es bedeutet: Da kann man nichts machen / Man kann es nicht ändern. In diesem Sinn: Et kütt, wie et kütt! Et hätt noch emmer joot jejange! Frohes neues Jahr für dich.

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  9. Pingback: Jahreswechsel | Der Doktor ohne Doktor

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